Im Internet gibt es unzählige Rezepte zum Thema “Steak” und die meisten sind von Neandertalern erstellt worden. Hier mal mein Steak-Rezept, dass ich in jahrelanger Arbeit entwickelt habe. So wird es jedem (!) gelingen, es ist nicht schwer!

Woran erkennt man gutes Rindfleisch?
Schlechte Qualität

Dass ein Steak nicht stinken soll, das weiß jeder. Aber woran erkennt man wirklich gute Fleischqualität? Das Hauptkriterium ist die Maserung: Ist das Fleisch so wie hier innen komplett rot, dann kann es sich nicht um eine gute Fleischqualität handeln.

Sehr gute Qualität

Hier sieht man in den Zwischenräumen viele weiße Äderchen: Diese halten das Fleisch saftig und sorgen für einen besseren Geschmack. In der Regel hatten die Kühe von einem solchen Fleisch ein besseres Leben, mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung.

Erstklassige Qualität (Kobe)

So (siehe unten)  sieht ein Steak in Perfektion aus. Kobe Steaks gehören zu den teuersten (bzw. SIND die teuersten) Steaks der Welt. Sehen sie die Maßerung? Dieses Rind hatte ein sehr glückliches Leben. Kobe Rinder (aus der gleichnamigen japanischen Provinz) werden von ihren Haltern manchmal mehrmals pro Tag massiert und ihr gesamtes Leben wird ihnen so angenehm wie möglich bereitet. Eigens zusammengestellte Nahrungspläne (Gras in Kombination mit bestimmten Kräutern) und ein sorgenfreies Leben sorgen dafür, dass ein ganzes Rind bis zu 300.000 $ kosten kann. Bei uns in Deutschland gibt es Waygu (Nachzüchtungen von Kobe Rindern) Steaks zu Preisen von etwa 200 Euro pro Kilo, etwa bei Gourmetfleisch.de .

 

So gelingt jedes Steak

  • Mindestens 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Idealerweise hat das Steak Zimmertemperatur, wenn es in die Pfanne kommt
  • Grundregel: Nicht mit der Gabel hineinstechen – erst wenn es fertig ist!
  • Je nach Geschmack würzen, Gewürze (auch Salz) schadet dem Fleisch nicht
  • Ofen auf 100° vorheizen. Ja, das reicht! Nicht 150° oder 120°, 100 reichen völlig aus!
  • Eine (nicht Teflon!) Pfanne richtig heiß machen. Teflon wird nicht heiß genug für Rindfleisch. Notfalls geht es zwar auch, aber eine gußeiserne Pfanne ist besser
  • Öl / Fett hineingeben, aber kein Olivenöl verwenden. Beim Erhitzen bilden sich Bitterstoffe, die den Geschmack kaputt machen
  • Warten bis die Pfanne so heiß ist, dass Wassertropfen sofort ordentlich zischen
  • Steak heinlegen
  • Wichtig: Das Steak muss nur kurz angebraten werden, keinesfalls zu lange drin lassen. Es geht nur darum, dass die äußere Schicht “zu” ist. Dafür reicht eine Minute pro Seite absolut aus!
  • Steak (wenn es denn dicker ist) auch an den Seiten anbraten, dafür reichen wenige Sekunden
  • So stellen wir sicher, dass kein Saft hinausläuft
  • Steak in den Ofen auf einen Rost legen (kein Backpapier, keine Alufolie, einfach so hinlegen)
  • Die Pfanne, sofern sie keine Kunststoffteile hat, direkt darunter legen, so dass sie den Fleischsaft auffängt und der Ofen nicht total dreckig wird
  • 60 Minuten (je nach Dicke) im Ofen lassen. 3-4 Zentimeter 50-60 Minuten, bei 5 cm können es auch mehr werden.
  • Fertig!

Das Gute an diesem Rezept: Egal ob durch (120 Minuten) oder eher Roh (40 Minuten): Das Steak ist auf jeden Fall butterweich und zart! So kann es gar nicht schlecht werden!

Ausprobieren!

Bild1: Copyright: vortexdigital / Shutterstock

Bild2: Copyright: Volosina / Shutterstock

Bild3: Wikipedia